#284: Geotop Engelsberg

Am 26. Juli sind wir zum "Geotop Engelsberg" gewandert...

Ausgangspunkt der kleinen Wanderung war Muthmannsdorf an der Hohen Wand.



Der Weg führte uns immer bergauf auf den Größenberg... anfangs eher spärlich markiert, später begleiteten uns jedoch die Tafeln des "Erlebnisweges".

Der Weg zum Steinbruch des Engelsberges führt zuerst in etwas steilerem Anstieg, ab der 500 m-Höhenmarke auf gleichbleibendem Niveau über schmalem Pfad, dann auf bequemem Waldweg. 







Schnappschüsse auf dem Weg hinauf...





An einigen Felsrippen aus verkarstetem Wettersteinkalk und dem "Weißen Steinbruch" oder "Helena Bruch" vorbei ist das Ziel nach einer Rechtskurve erreicht. Beeindrückende Steinquader waren die ersten interessanten Dinge die ich gesehen habe...

Die Wanderung war still und beschaulich. Empfehlenswert für alle, die unterwegs gerne plaudern und nicht außer Atem kommen wollen. Meiner Meinung nach auch für Ältere und Familien mit Kindern bestens geeignet...




.. wenig später waren wir dann beim ehemaligen Steinbruch!

Das Geotop Engelsberg wurde nämlich früher als Steinbruch genutzt und ist heute ein technisches Denkmal. Im Bereich der Fischauer Berge am südöstlichen Abhang des Engelsbergs ist über Jahrhunderte der sogenannte Engelsberger Marmor abgebaut worden. Die älteste bekannte Aufzeichnung darüber stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Seit 1985 findet auf dem Gelände des Steinbruchs jährlich ein Bildhausersymbosium statt. 





Beim Engelsberger Marmor handelt es sich um einen dichten Hallstätter Kalk, der in einem eng begrenzten Raum am Engelsberg vorkommt. Er weist eine charakteristische "kirschrote" Farbe auf und ist weißklüftig.

Der Engelsberger Marmor wurde u.a. verwendet beim Stephansdom in Wien bei der oberen Sakristei, bei der Prunkstiege im Kunsthistorischen Museum, Wandverkleidungen im ehemaligen Wiener Südbahnhof



Der Marmorsteinbruch stellt sowohl geologisch als auch technisch eine Besonderheit dar und ist ein Natur- und Technikdenkmal. Damit wurde der Steinbruch zu einem Ort aktiver künstlerischer Arbeit, an welchem Bildhauer Marmorblöcke gestalten.

Mehr Infos über den Engelsberg: http://goo.gl/MSUWHW

.. hier waren auch einige Höhlen. Eine davon in "Reichweite" der Kinder.. 





Für Besucher ist diese historische Stätte ein Kraftplatz mit toller Aussicht. Es war wie auf einem riesigen Balkon mit dem besten Ausblick den man sich vorstellen kann...






Weikersdorf auf einem Blick!




Blick auf einen Teil von Bad Fischau im Vordergrund und fast ganz Wiener Neustadt in Bildmitte. Am Horizont kann man das Leithagebirge erkennen und Hornstein und Eisenstadt orten..




Zoomfoto auf  Bad Fischau.. Hier sieht man den Steinbruch zwischen Hornstein und Müllendorf. Rechts davon befindet sich Müllendorf und noch weiter rechts Eisenstadt...




Die Aussicht reichte ca 200 Grad von Hornstein über Eisenstadt, das ganze Rosaliengebirge bis zur Buckligen Welt und weiter bis zum Wechsel, Sonnwendstein und Semmering.... noch nie hatten wir eine größere und weitere Aussicht!