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Quer durch Baden

Am SO, 9.9.2012 bin ich mit dem Rad einfach einmal "Quer durch Baden" gefahren...

Baden ist die Hauptstadt des Verwaltungsbezirkes Baden und liegt 26 km südlich von Wien an der Thermenlinie. Baden hat 25.142 Einwohner (Stand 1.1.2012) und wird werblich auch als Biedermeierstadt oder als Kaiserstadt bezeichnet. Die Bezeichnung Baden bei Wien ist nicht offiziell, wird aber auch auf der Homepage der Stadtgemeinde verwendet.

Hier die Schnappschüsse, die während der Radfahrt entstanden sind:



- Morgenstimmung am hügeligen Radweg neben der Bahn -



- Naturwiese in der Morgensonne -



- Ruine Rauhenegg - 




Die Burgruine Rauhenstein, eine der größten Burganlagen im Umkreis von Wien, liegt im Helenental nordöstlich der Schwechat, im Ortsgebiet von Baden bei Wien. Sie wurde vermutlich, ebenso wie die benachbarte Burgruine Rauheneck, im 12. Jahrhundert von dem Rittergeschlecht der Tursen erbaut.

Die einst mächtige Burg fiel einem ganz besonderen Feind zum Opfer – der Steuer. Im 18. Jahrhundert wurde die Gebäudesteuer nach der Dachfläche berechnet und um zu sparen, ließen viele Burgherren die Dächer ihrer unbewohnten Burgen abtragen. Dies geschah auch hier und die Burg wurde so endgültig dem Verfall preisgegeben. Das Außergewöhnliche an Burg Rauheneck ist ihr dreieckiger Turm. Die Legende besagt, dass diese spezielle Bauweise dem Burgherren magische Kräfte verliehen hat. Nichtsdestotrotz wurde die Burg im Laufe der Jahrhunderte einige Male gestürmt, geplündert und letztendlich zerstört. Dem Freiherrn von Doblhoff verdanken wir es, dass sie heute nicht gänzlich verfallen ist, denn er war es, der 1810 unter den damaligen Kurgästen von Baden genügend Spenden für ihre Renovierung sammelte. Erhaltungsarbeiten an der Ruine, die im Sinn des Kurbetriebes positiv aufgenommen wurden, erfolgten 1881.





- Ballone auf dem Weg -


- Blick von Baden Richtung Südwesten -



- der Bad Vöslauer Harzberg, im Vordergrund Weinanbau -


- die Rainer Villa -

An den Ausläufern des Dörfchens St. Helena, damals malerisch in den Weingärten des Mitterberges gelegen, ließ sich im Jahr 1867 Gustav Ritter von Epstein (1828-1879) diese ansehnliche Villa erbauen. Niemand geringerer als Otto Wagner zeichnete für die Baupläne verantwortlich. Der Bauherr war mit seiner neuen Residenz offenbar sehr zufrieden. Er beauftragte den Architekten im Anschluss auch mit der Planung seines Wiener Ringstraßenpalais.




- der Aquädukt in Baden -

Der Aquädukt Baden ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk der Wiener Wasserversorgung im Verlauf der I. Wiener Hochquellenwasserleitung

Das Bauwerk setzt sich zusammen aus
  • 7 Bogenstellungen mit vollem Kreisbogen und je rund 1,9 Metern Spannweite und
  • 10 Bogenstellungen mit je rund 3,8 Metern Spannweite verborgen in der Anschüttung.
Sichtbar von dieser Talquerung sind
  • 5 Bogenstellungen mit je rund 9,5 Meter Spannweite,
  • 14 Bogenstellungen mit je rund 11 Meter Spannweite,
  • 8 Bogenstellungen mit je rund 13 Meter Spannweite,
  • 6 Bogenstellungen mit je rund 15 Meter Spannweite,
  • 9 Bogenstellungen mit je rund 13,6 Meter Spannweite,
  • 1 Bogenstellung mit je rund 16 Meter Spannweite und
  • 1 Bogenstellung mit rund 1,9 Meter Spannweite.



Der von Baurat Karl Junker (1827–1882) geplante, zwischen 1870 und 1873 errichtete Aquädukt Baden ist eine ungefähr 788 Meter lange Talübersetzung über die Schwechat am östlichen Ende des Helenentals. 
Die lichte Höhe des Aquädukts über der Schwechat beträgt ungefähr 23 Meter bei einer Gesamthöhe von etwa 28 Metern.



- Die Schwechat im Stadtzentrum -






- Der Ökopark Mühlgasse - 

Dieser Park liegt im Ostteil von Baden und heisst deshalb so, weil er ist über die Mühlgasse (hinter dem Merkur-Markt) zugänglich ist. In dem nach ökologischen Gesichtspunkten gestalteten Park liegt ein großer, besonders kinderfreundlich und modern gestalteter Spielplatz.



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