Direkt zum Hauptbereich

#364: Rund um Rechnitz

Am 19 Juli stand die von mir schon lang geplante Runde
"Rund um Rechnitz" am Plan..

Start der Tour war direkt am Hauptplatz...


Die Marktgemeinde Rechnitz liegt am Südhang des Günser Gebirges am Fuße des 884 m hohen Geschriebensteins. Das waldreiche Mittelgebirge geht dort in Wein- und Obstgärten über, daran schließen sich die weiten Felder in den Ausläufern despannonischen Tieflandes. Der Ort liegt direkt an der Grenze zu Ungarn in der Nähe von Szombathely (Steinamanger). 

Die Taborkapelle - diese Kapelle steht am Kreuzungspunkt zwischen Oberer und Unterer Taborgasse. Die Christi Himmelfahrtskapelle wurde in der ersten Hälfte des 18.Jh. erbaut.


Zuerst ging es die Weinberge entlang immer ein wenig bergauf...
 hier ein paar "Blickfänge" an den Weinbergen...




Riesen-Disteln...


Blick von den Weinbergen Richtung Süden und Ungarn....



Hier im Bild kann man die beiden größeren Kirchen im Ortszentrum erkennen - 
links die katholische Pfarrkirche und rechts die evangelische Kirche

Nach der Tour über die Weinberge geht es den ersten burgenländischen Jagdlehrpfad entlang...



Danach führt der Weg weiter ins Tal...


Um die 20.000 Ew. zählende Stadt Savaria (heutiges Steinamanger) ausreichend mit Trinkwasser versorgen zu können, bauten die Römer am Beginn des 3. Jhdt. eine Wasserleitung vom Günsergebirge nach Savaria. Diese 22km lange Leitung liegt frostsicher ca. 1,5m unter der Erdoberfläche und nützt das natürliche Geländegefälle gleichmäßig aus. 1933 gab es erste Freilegungen, 1982 erfolgten erneut Grabungen und Vermessungen. Dabei stellte man fest, dass die Leitung mit einem Querschnitt von 40 mal 40cm aus Natursteinplatten gebaut ist, die Abdeckung besteht ebenfalls aus solchen Steinplatten. 


Das Wasser aus der Quelle des Brunnens in der Weinbergried Rindler (Rindlerbrunnen) wurde ebenfalls in die vom Günsergebirge kommende röm. Wasserleitung nach Savaria eingespeist. Das heutige Aussehen erhielt der Brunnen im Jahre 1930. Der aus der Römerzeit stammende Löwenkopf wurde bei einem Wolkenbruch freigeschwemmt und auf dem Brunnen anlässlich der Renovierung 1930 angebracht.

Am Wegrand: ein total verwachsener Jägerstand. Findet ihr ihn?



Nach einiger Zeit komme ich zum östlichsten Punkt meiner Tour - die Grenze zu Ungarn...


Statt der früher hier tätigen Zollbeamten sitzt hier derzeit
ein Marillenverkäufer mit seinem Stand...


Hier im Bild sieht man, wo ich schon gefahren bin... ganz links hinten mein Ausgangspunkt. Rechts davon die Weinberge wo ich schon war.. aber ich hab noch mehr als zwei Drittel der Tour vor mir... ein Klick auf das Bild vergrößert es!




Die Dreifaltigkeitskapelle auf dem ehemaligen Ungermarkter Anger am Südostende von Rechnitz in der Steinamangerstraße.Die Baudaten sowie der Bauherr sind unbekannt.

Es handelt sich eigentlich um einen Bildstock, der auch in der kanonischen Visitation von 1757 als solcher bezeichnet wird. Die Dreifaltigkeitskapelle ist angeblich für die Heilige Familie (bzw. als Dreifaltigkeitskapelle) benefiziert. Der Betrag für das neue Dreifaltigkeitsbild wurde von der Bevölkerung des Ungermarktes gespendet.


Von hier an führt der Weg 10 bis 20 km lang vorbei an Feldern... 
weit und breit kein Mensch zu sehen...




Hier sehe ich dann irgendwann und ab und zu Traktoren und Mähdrescher bei der Arbeit...



Hier wieder Rechnitz in Sichtweite...



Ein ehemaliger Grenzübergang auf dem Weg...


Hier überquere ich die Geschriebenstein-Bundesstraße S56...

.. ein verlassener Bahnübergang...

... auf einer verlassenen Bahnstrecke...


Der Weg führt schließlich weiter bis Schachendorf...

Wegkreuz bei Schachendorf...

Nach ca 35 Kilometern komme ich schließlich wieder zurück nach Rechnitz...

Die Fatimakapelle befindet sich am westlichen Ortsrand von Rechnitz, etwas abseits der Straße nach Markt Neuhodis. Es wurde bereits in der ersten Hälfte des 18.Jh. ein Bildstock errichtet, der aber im Laufe von mehr als hundert Jahren allmählich verfiel. 1954 wurde er abgetragen und an seiner Stelle nach den Plänen von Baumeister Franz Freingruber eine neue Fatima Kapelle errichtet. Der Bau wurde durch freiwillige Spenden finanziert. Die Marienstatue stammt direkt aus Fatima und wurde vom damaligen Bischof von Fatima geweiht. Das Holzgitter, das die Kapelle früher umschloss, wurde durch ein Gitter aus dem ehemaligen Schlosspark ersetzt.



Wegkreuz in der Nähe des Friedhofes...

Die römisch-katholische Pfarrkirche von Rechnitz

Im Jahre 1654 baute Graf Adam I Batthyány die heutige Pfarrkirche, die der hl. Katharina von Alexandrien geweiht wurde. Diese befand sich auf dem selben Platz, auf dem einst die alte Margarethen-Pfarrkirche stand. Die alte Pfarrkirche wurde bei der Türkenbelagerung 1532 zerstört.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Besondere Plätze nordöstlich von Wiener Neustadt

Radtour am 18.4.2013 An diesem heutigen sehr warmen Tag hab ich wieder eine Tour zu besonderen Plätzen in der Nähe von Wiener Neustadt geplant. Hier zeige ich Euch wieder ein paar Eindrücke vom heutigen Nachmittag: Zuerst war ich bei einem "Lost Place" in der Nähe von Neudörfl unterwegs. Im Zillingdorfer Wald finden sich nämlich nebst Pilzen und vielen Spinnen auch die Reste des ehemaligen "Vorwerks". Dieses gehörte zum Wr.Neustädter Raxwerk, in dem das Aggregat 4 der deutschen Wehrmacht gebaut werden sollte, auch als V2 bekannt. In dieser Gegend befand sich auch ein sehr großes Munitionslager. Bei der Sprengung dieses Lagers wurden enorme Mengen an Munition im Wald verstreut. Nach dem Krieg wurde der Wald gründlich von Munition gesäubert. Hier sieht man immer noch verschiedenste Spuren und Reste der nie fertig gestellten Anlage (Triebwerksteststände). Baum-Herrgott an der NÖ-Burgenländischen Grenze. Wenig später bin ich dann in Pöttsch...

#223: REISEARCHIV: Reise 12: Barcelona - Stadt der ständigen Erneuerung

BARCELONA - Stadt der ständigen Erneuerung Kulturreise 6.-11. Juni 1998 Einige Daten über die Stadt: Hauptstadt von Cataluña Einwohnerzahl: 1.715.000 Meereshöhe: 4 m Barcelona, im Norden Spaniens am Mittelmeer gelegen, ist sicherlich die wirtschaftlich aktivste und kosmopolitischste Stadt in diesem Land. Hier versucht man, immer modern zu sein, den neuesten internationalen Tendenzen zu folgen oder ihnen vorauszueilen. Dem Besucher wird das besonders in der Architektur, die ein hervorragendes Abbild des allgemeinen Lebensgefühls in dieser stets pulsierenden Stadt darstellt, vor Augen geführt. Natürlich hat Barcelona eine lange Geschichte, und wir finden Bauwerke der Romanik, Gotik, Renaissance oder sogar noch älterer Epochen, aber besonders charakteristisch ist, was hier während der letzten rund hundert Jahren entstanden ist. Barcelona war ein Zentrum des modernistischen Stils um die Jahrhundertwende, und es war besonders der geniale Antoní Gaudí, der zusammen mit sein...

REISEARCHIV: Reise 7 - Rundreise zu den Höhepunkte von China (Teil 1)

Rundreise zu den Höhepunkte von China 30.3.-21.4.1995 Teil 1: 1 Peking - 2 Jinan - 3 Taian - 4 Qufu - 5 Nanking Nächstes Mal: Teil 2:  6 Schanghai - 7 Xi'an - 8 Guilin - 9 Kanton - 10 Hongkong - 11 Peking Damit jeder weiß, wo diese Städte auf der Karte zu finden sind: Größenvergleich unserer Tour mit Europa: Da China jahrtausendelang von der westlichen Welt isoliert war, trifft der Besucher hier auf eine für ihn sehr fremde, andersartige Welt. Es handelt sich um ein „Reich der Zeichen“: von den Schriftzeichen bis zu den Dialekten, von den Shan-shui-Seidengemälden bis zu den Kalkbergen von Guilin, von den schwer faßbaren religiösen Überzeugungen bis zur schwierigen aktuellen Politik. Alles ist ganz anders und viel komplizierter als es den Anschein hat. Das „mythische Land“ oder das „Reich der Mitte“, wie es in der Antike hieß, wurde im Mittelalter, durch mündliche Erzählungen und schriftliche Berichte von Fernreisenden wie Marco Polo, unter dem mongolische Nam...