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#598: Unterwegs im Mürztal

Ende April mitten in der "Coronazeit" war ich alleine Frischluftradeln
ohne Kontakt zu Leuten im Mürztal zwischen Kindberg und Krieglach unterwegs...

Ein paar Fotos von Kindberg und Umgebung...


.. zuerst gehts auf den Georgiberg bei Kindberg rauf...

Die Georgibergkirche steht auf einer felsigen Anhöhe im westlichen Kindberger Stadtgebiet,die das Mürztal überragt.

1232 wurde sie erstmals urkundlich als die ältere Kirche gegenüber der Kindberger Pfarrkirche erwähnt. Der gotische Bau erhielt im 17. Jahrhundert eine barocke Einrichtung, darunter eine bemerkenswerte Holzempore. Bittprozessionen fanden bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts statt, danach wurde die Kirche verkauft, der Hochaltar kam in die Karmeliterkirche nach Köln. Seit 1994 bemüht sich der „Kindberger Georgibergverein“ um die Sanierung und Wiederbelebung.




Bei Wartberg ein "Lost Place"... 
ein ehemaliges Flusskraftwerk an der Mürz




... bei der Villa "Rock'n Roll" ....
Schauplatz und Drehort des Filmes "Hotel Rock'n Roll"



.. in Krieglach...



Krieglach - Blick auf Gölk und die Gölkkapelle



... kurzer Umweg vom Freßnitzgraben ausgehend ein Stück auf den Freßnitzkogel..
hier der Ausblick auf Gölk vom "Flirtbankerl" aus...





... die Gölkkapelle...


Die Gölkkapelle in Krieglach, die Peter Rosegger liebevoll „Mein Waldkircherl“ nannte, ist der Heiligen Maria geweiht und liegt direkt am Pilgerweg 706B nach Mariazell. Zahlreiche Votivbilder im Inneren der Kirche, als Dank vor Heilung von Krankheit, Rettung aus Not und vor Unfällen, zeugen von regem Pilgerbesuch. Die Gölkkapelle ist kein mystischer oder magischer Platz, sie ist ein Ort der Ruhe und lädt zur Einkehr in die Kirche und auch zu sich selbst ein.

Errichtet wurde die Kapelle von Baumeister Michael Kerschenbauer in den Jahren 1805 bis 1806. Passend zu Mariä Himmelfahrt wurde diese am 15. August 1806 eingeweiht. Erbaut wurde die Gölkkapelle zum Dank für den Abzug der Truppen Napoleons. Bereits 1835 musste ein kleiner Zubau aus Holz mit Glockenturm getätigt werden. Grund dafür waren die Pilger, die mehr und mehr das Waldkirchlein aufsuchten. Aus geographischen und baulichen Gründen, musste die Kapelle 1970 abgerissen werden. Bereits ein Jahr später erfolgte der komplette Aufbau im neoromanischen Stil.

So ist etwa der neoromanische Altar einem Altar in einer der Bayerischen Pfarrkirchen von Straubing, nachempfunden. Der Grazer Holzschnitzmeister Jakob Gschiel schuf ihn 1871. Dessen zentraler Bestandteil stellt neben dem Kruzifix einen Kupferstich - die betende Gottesmutter, dar. Die Kapelle beherbergt zudem die Familiengruft Sessler-Herzinger, die jedoch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Dies ist zurückzuführen auf den Hammerherrn Viktor Freiherr von Seßler-Herzinger, der ein großer Förderer der Kapelle war und diese um 1882 umbaute. Neben dem Tabernakels steht unter anderem die Statue der heiligen Helena für die hier bestattete Helene Seßler-Herzinger, der früh verstorbenen Gemahlin. Seßler-Herzinger gilt als "Patron der Gölkkapelle". Drei Jahre später wurde die Gölkkapelle jedoch bei einem Erdbeben beschädigt. Nachdem die Kapelle 1948 ins Eigentum der Kirche überging, wurde diese von 1950 bis 1958 restauriert. In den kommenden Jahren folgten Instandhaltungsarbeiten, bis hin zur Dachstuhlerneuerung 1991. Auch die Lindenallee zur Kapelle wurde wieder (2014) aufgeforstet. 

Um zur Gölkkapelle zu gelangen muss man sich über den Hauptplatz zur Abzweigung auf den Friedhofweg begeben. Weiters gelangen Sie auf den Gölkweg. Diesen bis zur Unterführung der S6 folgen, von dort aus, ist es nicht mehr weit zur Gölkkapelle. Besuchen und entdecken Sie die das kleine Waldkircherl, die innen sowie außen liebevoll restauriert wurde und als eine der wenigen Kirchen in der Steiermark mit dem Prädikat „Steirisches Wahrzeichen“ ausgezeichnet wurde. 


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