15 Kilometer Wien: Weihnachtsmärkte, Kirchen und ein Tag unter 30 Euro
Eine ausgedehnte Winterwanderung durch die Wiener Innenstadt hat ihren ganz eigenen Reiz – besonders in der Adventzeit. Ausgangspunkt war diesmal Wien Mitte, von wo aus es einmal quer durch die Stadt ging: rund 15 Kilometer, mindestens acht Weihnachtsmärkte und zehn Kirchen. In vier Kirchen habe ich auch einen Blick ins Innere geworfen – ein kurzer Moment der Ruhe zwischen Lichtern, Straßenlärm und Weihnachtsmusik.
Ganz nebenbei sind auch noch 53 Lab-Caches geloggt worden, über die Plattform Adventure Lab. Für alle, die Geocaching kennen: Wien ist dafür ein echtes Paradies.
Unterwegs mit kleinem Budget
Das für mich Erstaunliche an diesem Tag: Fahrt, Essen, Trinken und alle Einkäufe zusammen sind unter 30 Euro geblieben. Möglich wird das durch das Klimaticket, einen kurzen Zwischenstopp bei Billa, einen Besuch im Café und ein Tagesmenü beim Vietnamesen. Auf den Adventmärkten selbst kaufe ich eher selten etwas – Glühwein und Punsch sind einfach nicht so meins.
Die Route im Überblick
Die Tour führte durch eine Mischung aus Boulevards, alten Gassen, stillen Kirchenräumen und gut besuchten Weihnachtsmärkten. Hier die Route in Stichworten:
Wien Mitte → Landstraße → Stadtpark → Stubentor → Wollzeile → Simpl → Café Engländer → Akademie der Wissenschaften → Jesuitenkirche → Rotenturmstraße → Jerusalemstiege → Fleischmarkt → Griechenbeisl → Griechenkirche → Ruprechtskirche (älteste Kirche von Wien) → Hoher Markt mit Ankeruhr (Weihnachtsmarkt) → Peterskirche → Tuchlauben → Graben → Café Hawelka → Melker Bastei → Stephansplatz (Weihnachtsmarkt) → Judenplatz → Am Hof (Weihnachtsmarkt) → Freyung (Weihnachtsmarkt) → Café Central → Herrengasse → Demel → Michaelerplatz → Minoritenkirche → Schottentor → Votivkirche → Universität → Rathausplatz → Christkindlmarkt beim Rathaus → Burgtheater → Parlament → Justizpalast → Kabarett Niedermaier → Palais Auersperg → Volkstheater → Bellaria Kino → Weihnachtsmarkt am Spittelberg → Theater am Spittelberg → Filmhaus Wien → Museumsquartier (inkl. Dach) → Maria-Theresien-Platz (Museen) → Burggarten → Staatsoper → Schwarzenbergplatz (Hotel Imperial) → Karlsplatz → Belvedere (Weihnachtsmarkt).
Weihnachtsmärkte und Kirchen
Besonders prägend waren die Kontraste: draußen das Gedränge auf den Weihnachtsmärkten – etwa am Rathausplatz, am Spittelberg, auf der Freyung oder beim Belvedere – und drinnen die stille Atmosphäre in den Kirchen.
Die Ruprechtskirche als älteste Kirche Wiens, die Jesuitenkirche, die Peterskirche und die Votivkirche setzen einen ganz eigenen Akzent in so einem Tag: kurz stehen bleiben, durchatmen, anschauen.
Wien zu Fuß erleben
Wien zu Fuß zu entdecken kostet fast nichts, liefert aber unglaublich viel: Atmosphäre, Architektur, Geschichte, kleine Zufallsbegegnungen und eine ordentliche Portion Bewegung. So eine Tour funktioniert auch ohne strengen Plan – die Stadt gibt den Weg oft von selbst vor. Gerade in der Adventzeit zahlt es sich aus, die U-Bahn einmal links liegen zu lassen und die Wege zwischen den Stationen zu Fuß zu gehen.
Nach rund 15 Kilometern, mehreren Kirchen, einigen Weihnachtsmärkten und 53 gelösten Lab-Caches bleibt am Ende das Gefühl, einen ganzen Tag lang mit der Stadt unterwegs gewesen zu sein – und das ganz entspannt innerhalb eines Budgets von unter 30 Euro.
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