Ausflug an die Leitha
und zu einem der letzten Steppen-Reservate Ostösterreichs

am 19.5.2012

Den heutigen Tag nützen wir bei strahlendem Wetter für kleine Spaziergänge in der Umgebung von Wiener Neustadt. Mit dabei sind ausser mir noch Sophie und Tobias.














Als erstes fahren zu einem interessanten Platz am Rand der Steppe bei Wiener Neustadt. Am Rande des Unter-Eggendorfer Föhrenwaldes befindet sich die "Hubertuskapelle".
(auf die Fotos klicken um sie zu vergrößern!)















Die Steppe bei Wiener Neustadt
Nördlich von Wiener Neustadt befindet sich eine einzigartige und geschützte Steppenlandschaft, die vor allem für bestimmte Pflanzen- und Tierarten (zB Ziesel) überlebenswichtig ist.

Das Ziesel
Das Ziesel war früher eine im östlichen Österreich weit verbreitete Tierart, heute gilt es als „stark gefährdet“ und steht in ganz Europa unter strengem Schutz. Die Wiener Neustadt umgebenden großen Flugfelder sowie die Civitas Nova beherbergen eines der 4 Schwerpunkt-vorkommen in Niederösterreichs. Sie sind zudem von zentraler Bedeutung, weil es sich um das einzige Steppen-Vorkommen des Ziesels in Österreich handelt.






Steppen und beweidete Trockenrasen stellen den ursprünglichen Lebensraum des Ziesels dar und sind in dieser Ausdehnung (Flugfelder, Civitas Nova und militärische Sperrgebiete) in ganz Mitteleuropa einzigartig.



Die Flächen in Wiener Neustadt sind für das Überleben des Ziesels im südlichen Wiener Becken unabdingbar. Sollte dieses Vorkommen geschädigt, reduziert, seine Kolonieteile voneinander getrennt oder auch nur seine Ausbreitungsmöglichkeiten in die Umgebung eingeschränkt werden, ist die weitere Entwicklung des Ziesels in dieser Region ungewiss.


Umfangreiche Infos zu Steppen mit zahlreichen Broschüren zum Gratis-Download: http://www.steppe.at/

Infos über Ziesel: http://de.wikipedia.org/wiki/Ziesel


Wanderung entlang der Leitha
Bei Ebenfurth wandern wir ein Stück der Leitha entlang. Ein romantischer Trampelpfad (rosa Linie auf der Karte) direkt neben dem südlichen Ufer der Leitha führt uns direkt in die wilde Naturlandschaft am Fluss.








Die Leitha
Der im niederösterreichischen Lanzenkirchen entspringende Fluss setzt sich aus Pitten und Schwarza zusammen und ist prägend für die Landschaft der Parndorfer Platte. Die Leitha (oder ungarisch "Lajta") durchfließt das Nordburgenland auf einer Länge von etwa fünfzehn Kilometern mit leichtem Gefälle von 157 m Seehöhe bei Bruckneudorf auf 144 m Seehöhe bei Nickelsdorf und mündet auf 120 m Seehöhe im ungarischen Mosonmagyaróvár in die Kleine Donau (Mosoni-Duna), einem Seitenarm der Donau.


Der Fluss bildete von 1867 bis 1918 die Grenze zwischen dem österreichischen Zisleithanien ("diesseits der Leitha") und dem ungarischen Transleithanien ("jenseits der Leitha"), den beiden Reichsteilen der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Heute bildet die Leitha an verschiedenen Streckenabschnitten die natürliche Grenze zwischen Niederösterreich und dem Burgenland.





Am Schluss sind wir noch kurz zum Neufeldersee gefahren, haben uns den See kurz angesehen und danach ging's wieder Richtung nach Hause...