Rund um den Goldberg

Fast sommerliche Radrunde am 10. Mai im Burgenland...

Weil die Wetterprognosen für heute "vom Westen her gewittrig" und " am Osten ist es am wärmsten und bleibt es am längsten sonnig" versprechen, bin ich heute einmal ins Burgenland gefahren.

Als Ausgangspunkt meiner vierstündigen Radtour habe ich den Goldberg bei Oggau gewählt.

Bevor ich jedoch auf den Berg fahre, besuche ich noch kurz den "Skulpturenpark" Oggau.
Ähnlich wie bei "Kunst in der Landschaft" in Prigglitz sind hier einige große Kunstwerke auf einer großen Wiese platziert.







Der 224 m hohe Goldberg ist die höchste Erhebung des Ruster Hügellandes.
Obwohl der "Berg" ja eigentlich gar nicht so hoch ist, hat man von dort oben einen sehr beeindruckenden Blick auf den Neusiedlersee und die Orte in den Umgebung von Oggau.




Blick über den See bis zum Windpark bei Parndorf:





Durchblick vom Goldberg bis Donnerskirchen:



Die Weingärten bei Oggau:


Blick auf Oggau:




Oggau hat immerhin etwas mehr als 1800 Einwohner und ist seit 1994 Marktgemeinde.





Nächstes Foto: Tiefblick vom Goldberg in Richtung Norden -
Im hinteren Drittel des Bildes am linken Bildrand sieht man den "Hölzlstein".
Bei diesem 10 mal 20 Meter großen Kalkstein handelt es sich um einen Überrest aus der Zeit, als die Gegend noch unter dem Meeresspiegel lag. Einer Sage nach bewohnten einst Hexen den Hölzlstein.





Man sieht zahlreiche Weingärten und eine große Steppenlandschaft.
Im Hintergrund ist am Horizont der Windpark bei Parndorf sichtbar.



Die Pfarrkirche von Oggau:



Die barocke Pfarrkirche in der jetztigen Form wurde von 1727 bis 1731 erbaut und besitzt einen Schrein aus dem Rokoko. Der Pfarrhof wurde 1795 errichtet. Die ursprüngliche Kirche ist 1587 abgebrannt und 1641 wieder aufgebaut. Beim Türkenkrieg wurde sie 1683 wiederum zerstört und 1685 wieder aufgebaut.

Sehr bekannt: Der "Weindom" oberhalb von Oggau:




Blick von Oggau auf die "Rosaliakapelle".
Links im Bildhintergrund befindet sich ein Teil des Goldberges



Bei der Rosaliakapelle handelt es sich um eine kleine Kapelle mit Dachreiter und halbrunder Apsis auf einer Anhöhe nächst der Oggauer Landesstraße. Über dem Portal befindet sich die Inschrift: "Erbaut Anno 1713 Renofirt 1833". Eine Pestepidemie vom 5. August bis zum 12. Dezember 1713 forderte in Oggau 95 Opfer, mehr als 10 % der damaligen Einwohner. Aufgrund eines öffentlichen Gelübdes errichtete die Gemeinde deshalb auf dieser Anhöhe außerhalb des Dorfes die "Kapelle zu Ehren der Pestheiligen Rosalia", wie die Rosaliakapelle mit vollem Namen heisst. Gleichzeitig gelobten die Oggauer, dieses Bauwerk für alle Zeiten zu erhalten.

Typisches Bild in Burgendland in der Nähe des Neusiedlersees: