#218: Theresienfeld - Kleine Expedition am Tirolerbach

Am 15.9. waren wir nach einem Einkauf in Wiener Neustadt bei Theresienfeld unterwegs.

Wir waren auf der Suche nach dem Ende des Tirolerbaches...




Auszug aus Wikipedia:
Der Tirolerbach ist ein künstliches Bewässerungssystem in der niederösterreichischen Ortschaft Theresienfeld. Der Name rührt daher, dass ein großer Teil der Siedler, die sich in Theresienfeld im 18. Jh. niederließen, aus Tirol stammten. Der ca. 5,3 km lange Bewässerungskanal wird von der Piesting bei Wöllersdorf gespeist und ist bis in die Ortsmitte von Theresienfeld geführt. Dort wird das Wasser verteilt und mittels Schleusensysteme auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen geleitet.


Auszug aus einer historischen Landkarte über das Bewässerungssystem in Theresienfeld:





Das gesamte Netz mit allen Nebenkanälen umfasst ungefähr 30 km. Errichtet wurde das Bewässerungssystem im Zuge der Ortsgründung ab 1763 in der Zeit von Maria Theresia. Pioniere gruben und führten das System als Kanal mit Holzeinfassung aus. Um 1832 wurden die westlich gelegenen Kanäle mit Steinen ausgekleidet und erweitert. Erst um 1950 wurde der Kanal in Beton gefasst, so dass die Wasserverluste durch Versickerung wesentlich reduziert werden konnten. Dieses Brauchwassersystem ist bis heute in Betrieb und wird durch die Wassergenossenschaft Theresienfeld gewartet.



Unser Weg führte uns daher von der Bundesstraße aus immer weiter Richtung Osten...




... bis sich schließlich nach einiger Zeit der Bach schlängelte und die Landschaft sumpfig wurde...




Hier endet der Tirolerbach, der als künstliches Bewässerungssystem für die Felder um Theresienfeld im 18. Jhdt. hergestellt wurde. Er mündet hier in einen Teich, den die Bauern ebenfalls zur Bewässerung für ihre Felder in der Umgebung verwenden. Der Teich ist manchmal auch leer (meist im Winter), da der ihn speisende Tirolerbach über Schleusensysteme umgeleitet werden kann.



Oberhalb des Teiches wurde der Tirolerbach in Mäandern neu angelegt, Sumpfpflanzen, Schilf sowie jede Menge neuer Bäume wurden neben dem Bach gepflanzt. Hier soll ein neues Biotop entstehen. Der Blechwall rundherum dient dem Kröten- und Kleintierschutz. Die Neuanlage dieses "Sumpf-Fleckchens" geschah im Zuge des Baus der Umfahrungsstrasse Sollenau/Theresienfeld (auch "Neue B17"), die im Jänner 2013 eröffnet wurde. Nachdem die neue Strasse aus Lärmschutzgründen tiefer angelegt wurde, musste als Zubringer zu den Feldern und ansässigen Schotterwerken eine Brücke über die Umfahrungsstrasse angelegt werden. Über diese Brücke wird der Tirolerbach in einem Rohr rübergeleitet.