Radrunden im Mürztal: Stanz, Allerheiligen und Kindberg

Am 27. Februar bin ich mit dem Rad ein paar Runden bei Kindberg abgefahren.

Zuerst war ich in Stanz. Dieser schöne Ort befindet sich in einem ruhigen Seitental des Mürztales. Malerisches Stanz...hier im Bild die Pfarrkirche von Stanz



Die erste urkundliche Erwähnung der Stanzer „Pfarrgemeinde“ war 1347, und erst am 10. August 1366 erfolgte die rechtsgültige Gründung der Pfarre Stanz. Unterstützt wurden die Stanzer dabei von Friedrich von Stubenberg, der damals die meisten Stanzer Güter gepachtet hatte. Neben dieser Kirche gibt es in Stanz noch eine zweite Kirche, die Ulrichskirche. Mehr dazu weiter unten.

Meine erste Runde mit dem Rad war der sogenannte "Stanzer Sonnenweg".




Die Homepage vom Sonnenweg: http://www.sonnenweg.at/

Ein paar Fotos auf dem Weg...



















... entlang des Weges gibt es immer wieder schöne Kunstobjekte die mit der Sonne zu tun haben...

Auf dem Weg im Wald befindet sich auch die Ulrichskapelle..






Hier im Bild die Ulrichskirche, neben der Pfarrkirche die zweite Kirche in Stanz.



Dieses gotische Bauwerk wurde durch Otto von Stubenberg in der Zeit um 1450 erbaut. Besonderheiten wie die eisernen Votivfiguren, das Sonnenrad an der Rückseite des Altars, der Ulrichsbrunnen sowie der begehbare Glockenturm machen einen Besuch zu einem besonderen Erlebnis.






Blick auf Stanz mit der Pfarrkirche:




Nach der Runde bei Stanz bin ich ein Stück mit dem Auto Richtung Allerheiligen gefahren.

Hier ein paar Impressionen:








.. auch das ist ein Ortsteil bei Kindberg. Genauer gesagt ein Teil der Ortschaft Leopersdorf. Niemandsland. Ein Ortsteil, den man nicht wahrnimmt wenn man nicht direkt dorthin fährt.
Ich war mit dem Rad da. Viel Grund zwischen Autobahn und Eisenbahn....




An der Mürz...






Dann, ein Stück weiter weg bin ich auf der Heimfahrt bei einem der schönsten Kalvarienberge Österreichs in Kindberg stehen geblieben...




Der Ende des 16. Jahrhunderts errichtete Kalvarienberg wurde nach dem Grazer Vorbild gestaltet. Im Jahre 1682 wurde mit dem Bau der Kalvarienberganlage begonnen, die Einweihung erfolgte am 3. Mai 1686 durch den Seckauer Fürstbischof Johann Ernst Graf von Thun. Zwischen 1686 und 1715 lebten auch acht Eremiten am Kalvarienberg. In der heutigen Zeit konzentriert sich das religiöse Leben des Kalvarienberges auf die Fasten- u. Passionszeit. Besondere Bedeutung haben die sogenannten Bergfreitage. Außerhalb der Fasten- und Passionszeit wurden die Festtage Kreuzauffindung (3. Mai) und Kreuzerhöhung (14. Sept.) besonders gefeiert. Auch gegenwärtig finden an diesen zwei Tagen Kalvarienbergbegehungen und Gottesdienste statt. Der Verein Kalvarienberg ist sehr gerne bereit - gegen vorherige Anmeldung - Führungen auf dem Kalvarienberg durchzuführen.



Blick vom Kalvarienberg auf Kindberg:




... und Richtung Südwesten...




Der Kalvarienberg selbst ist auf einem natürlichen Basaltfelsen gelegen. Rund um die Kirche sind die Kapellen, Höhlen und Plastiken mit Darstellungen aus dem Passionsgeschehen, wie in einem barocken Theater angeordnet. Die Kirche bildet mit der Ölbergszene zugleich die erste Station. Die 13 Stationen des Kindberger Kalvarienbergs zeigen lebensgroße Figuren aus Holz und Stein von hoher Qualität, die zum Teil von namhaften Künstlern geschaffen worden sind z.B. von Veit Königer, Ren. Michael Holzer. Vorbild für die Anlage war ohne Zweifel der Kalvarienberg in Graz. Im Jahre 1661, als Abundio von Inzaghi die Herrschaft im Schloss Oberkindberg erwarb, stiftete er dem Kindberger Kalvarienberg 6000 Gulden, sein Sohn Johann Anton gab später ebensoviel. 1674 ließ er durch seinen Verwalter Joachim Neni den Grundstein zum Kalvarienberg legen.