Wieder einmal in der Buckligen Welt... Schloss Krumbach und Bad Schönau

21.8.2014 - Heute war ich wieder einmal in der Buckligen Welt unterwegs. Dieses Mal - regenwetter bedingt - nicht mit dem Rad.

Zuerst ging es über einen Höhenrücken auf den sogenannten "Würstelberg" bei Otterthal. "Würstelberg" ist ein Ausdruck der Einheimischen für diesen Ort.





Hier wurden im Wald von der Familie Rigler Kapellen errichtet, die große, aus Steinen gemauerte im Jahr 1900, die kleinere aus Holz schon früher. Geweiht ist die Lehenkapelle dem Heiligen Kreuz. Jedes Jahr am 1. Mai wird eine Messe bei dieser Kapelle gefeiert. Dazu strömen Massen den Berg hinauf, aber auch mit dem Auto kann man bis in die Nähe fahren. Zu diesem Anlass gibt es auch immer eine Ausschank. Bei Würstel, Wein und Bier werden dann immer einige vergnügliche Stunden verbracht. Daher kommt auch der Name "Würstelberg".

Die Kapellen stehen direkt am Weg von Otterthal zur Steyersberger Schwaig. Leider ist dieser nicht mehr gut markiert. Man braucht schon ein wenig Ortskenntnis bzw. Wandererfahrung, um den gesamten Weg zu finden. Es gibt aber einige versteckte Zeichen und Hinweise.



Blick von dieser Anhöhe auf das Wiener Becken. Im Hintergrund sieht man die Hohe Wand, am rechten Bildrand den Gösing und ganz schön in Bildmitte den Kulmberg.




Unten: Zoomfoto auf den Kulmberg. Am linken Bildrand sieht man im Hintergrund die Hohe Wand. In Bildmitte kann man hinter dem Kulmberg den aufgelassenen Kalksteinbruch bei Winzendorf sehen. Am rechten Bildrand befindet sich das Kraftwerk Peisching.




Foto unten: noch größerer Zoom auf Peisching (rechts), den Föhrenwald dahinter und die Fischauer Berge (zB Größenberg) im Hintergrund.




Nach dieser Runde ging die Fahrt weiter bis Krumbach. Am Hügel in Königsegg befinden sich drei markante Wetterkreuze...





Das Schloss Krumbach (früher „Chrumpach“) liegt auf ca. 700m Seehöhe südlich der Marktgemeinde Krumbach auf einem bewaldeten Hügel über dem Zöbernbach in der Buckligen Welt. Das Schloss ist von allen Seiten gut zu sehen und beherrscht das Landschaftsbild des Krumbacher Beckens.



Erbaut wurde die Festung im 11. Jahrhundert als Teil einer Kette von Burgen, die Schutz gegen die damals nicht seltenen Einfälle der Ungarn bieten sollte. 1192 sind „de Chrumpach“ mit Gerhardus de Chrumpach erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg wurde in den Jahren 1246 und 1260 bei Einfällen der Ungarn größtenteils zerstört. Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in der gegenwärtigen form wieder errichtet. Das Datum der Weihe der Burgkapelle ist mit 1250 überliefert, lag also noch zehn Jahre vor der zweiten Zerstörung. Die Gestaltung wandelte sich von einer reinen Festung zu einer schlossartigen Anlage.




1394 vermachte der letzte Krumbacher Hans von Krumbach Burg und Herrschaft seinem Oheim Pilgrim III von Puchheim und dessen Brüdern. Die Puchheimer herrschten über 200 Jahre über Burg und Markt Krumbach. 1629 gelangte Krumbach dann in den Besitz der Grafen von Palffy-Erdöd. Im Jahre 1683 belagerten die Türken erneut die Burg, konnten sie aber diesmal nicht einnehmen. 1875 verkaufte die Familie Palffy ihre Besitzungen an den Wiener Neustädter Rechtsanwalt Dr. Anton Riehl. Seitdem war das Schloss in den Händen verschiedener Privatbesitzer.

1993 wurde das Hotel Schloss Krumbach in seiner heutigen Form eröffnet. Informationen über das Hotel kann man über die Website www.artis-hotels.at bekommen.




Bad Schönau...




Bad Schönau liegt in der Buckligen Welt, dem südöstlichsten Teil des niederösterreichischen Industrieviertels, im Tal des Zöbernbaches.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist eine Wehrkirche in der niederösterreichischen Gemeinde Bad Schönau. Nachdem das heutige Pfarrgebiet zunächst zur Pfarre Bromberg, ab 1200 zu Edlitz und ab 1250 zu Krumbach gehörte, wurde es um 1320 eine eigene Pfarre. Doch bereits um 1120 wurde der erste Kirchenbau in romanischem Stil am heutigen Platz errichtet. Das Bauwerk diente auch als erster Teil einer dreiteiligen Wehranlage, die außerdem aus dem festen Haus (dem heutige Pfarrhof), einem vorgelagerten Gutshof im Norden und einer Wallanlage bestand. 1320 erfolgten Zubauten (Altarraum und Chorkapelle, heute die Sakristei) in frühgotischem Stil. Im 15. Jahrhundert wurden die Wehrhaftigkeit der Kirche weiter ausgebaut, indem eine Wehrmauer rund um den um die Kirche liegenden Friedhof, und eine Pechnase errichtet wurden. Außerdem wurde ein Wehrgeschoss über dem Langhaus aufgeführt, wobei möglicherweise auch große Teile des Langhauses selbst neu errichtet wurden. Auch ein Brunnen befindet sich im Kircheninnenraum.






Blick zur Wehrkirche rechts und dem Pfarrheim links..






Eine kurze Radrunde auf einen kleinen Hügel, wo sich die Hubertuskapelle befindet, bin ich hier dann trotzdem noch kurz gefahren, bevor es dann wieder mit dem Auto heimwärts ging...